MiniDSP wie und wo in Stereo-Anlage integrieren?

Allgemeine Fragen zu den Produkten der Firma miniDSP.
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gab72
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MiniDSP wie und wo in Stereo-Anlage integrieren?

Beitrag von gab72 » Do 25. Jan 2018, 19:12

Hallo zusammen,
bei mir zu Hause steht ein Paar Breitbandlautsprecher Rethm3, angetrieben von einem kleinen Röhrenverstärker. Es soundet ganz ordentlich und macht Spass, und doch stört hie und da ein Dröhnen und Verfärben. Habe auch schon getüftelt mit der Dämpfung von Raum und Lautsprecher, leider ohne den erwünschten Erfolg.

Seit kurzem unterstützt ein Subwoofer den unteren Bassbereich. Habe das Mivoc AM 80 Subwoofermodul parallel zu den Lautsprechern angeschlossen, weil ich sonst nicht wusste wie. Aber das tönt besonders bei Film richtig gut. Oder besser gesagt «macht Spass».

Zuspieler sind:
A) MacMini – USB-DAC 32bit/384kHz fürs Musik hören (Ausgänge: Cinch + SPDIF)
B) Blueray/Settop-Box für TV (Ausgänge: Cinch + SPDIF + HDMI)
C) Plattenspieler
Bemerkung: Der Vollverstärker hat 4 x Cinch Eingänge und 1 x Lautsprecheranschluss, Punkt.

Und nun möchte ich eine Optimierung à la DiracLive / MiniDSP einbauen. Nur weiss ich auch nach dem Studieren diverser Berichte nicht recht, wie ich das am besten anstelle. Entweder kann ich nicht alle 3 Quellen anschliessen, weiss nicht wie die Lautstärke regeln oder bin mir nicht sicher ob das Sinn oder Unsinn macht…

Meine Idee:
- Zuspieler A) und B) über DiracLive optimieren, ev. zuerst nur einer von beiden probehalber
- einfache Bedienung
- die Breitbandlautsprecher von den tiefsten Frequenzen befreien und diese ganz einem Subwoofer überlassen, ev. mit aktiver Frequenzweiche

Welches MiniDSP eignet sich, und wo in der Kette wird es am besten integriert?
Funktioniert das MiniDSP als Vorverstärker und gleichzeitig aktive Frequenzweiche um den Sub einzubinden oder ist das zu kompliziert?
Oder benötigt man pro Quelle ein eigenes DiracLive?

Vielen Dank für eure Hilfe.
Gruss Stefan

Nick
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Re: MiniDSP wie und wo in Stereo-Anlage integrieren?

Beitrag von Nick » Fr 26. Jan 2018, 10:09

Hallo Stefan,
der erste Schritt ist immer eine Messung der Lautsprecher (1m Abstand...) und dann eine Messung im Raum.
Vom Lautsprecher habe ich keine Messung gefunden...
Als ersten Ansatz würde ich den Kauf des UMIK-1 empfehlen (das wird ohnehin gebraucht) und diese Messungen anzufertigen.
https://www.oaudio.de/versteckt/miniDSP ... rofon.html

Als Software kann REW genutzt werden (kostenfrei):
https://www.roomeqwizard.com/

Aufgrund der Messungen kann dann gesehen werden wo die Verfärbung auftritt und wie DIRAC einzusetzen ist.
Mögliche Konfiguration:
DDRC-24 als "Vorverstärker", Lautstärkeregelung über Fernbedienung...

Wenn Du Messungen der Lautsprechers hast, Bitte als PDF oder Bild (Smartphone) einschicken. Alternativ beim Hersteller anfragen. Der sollte ja sowieso Messungen beim konstruieren der 'Lautsprecher angefertigt haben.

Den Breitband von tiefen Tönen zu befreien macht immer Sinn...

Gruss,

Nick

PS: Alternativ können wir per Fernwartung (noch in der Testphase) auch die Messungen mit REW machen. Du musst nur mit dem Mikro "hin und her rennen". Kosten je nach Aufwand....

gab72
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Re: MiniDSP wie und wo in Stereo-Anlage integrieren?

Beitrag von gab72 » So 28. Jan 2018, 20:08

Erstmal besten Dank Nick für die Antwort!
Den Begriff REW habe ich schon hie und da gehört, bin aber den Beiträgen bis jetzt aus dem Weg gegangen weil ich dachte "zu kompliziert für mich", denn hast du erst mal DiracLive braucht es einen Mausklick und die Wellen sind gebügelt...
Werde mich aber gerne reinschicken und erstmals das UMIK ordern.
Sollte ich dann Hilfe benötigen, so werde ich mich melden.
Gruss
Stefan

Nick
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Re: MiniDSP wie und wo in Stereo-Anlage integrieren?

Beitrag von Nick » Mo 29. Jan 2018, 10:17

Hi Stefan,
natürlich gilt für DIRAC "klick und der Frequenzgang ist gerade"...
Das ist aber nur die eine Seite...
Wenn Dein Lautsprecher eigenen "ungewöhnlichen" Frequenzgang hat (was ich bei Deinen Breitbändern vermute) wird auf den Eigenklang Einfluss genommen.
D.h. dann musst Du Einfluss auf die Messungen nehmen. Das ist gerade der Vorteil von DIRAC. Auf dem Bildschirm kann dann jeder selber sehen was DIRAC so denn verändert.

Gruß,
Nick

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